Kurs Klassenerhalt: Goldkronach siegt auch in St. Johannis

  • von Manfred
  • 15. April 2019
  • 1. Mannschaft
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Gleich zu Beginn ließen die Gronicher viele Chancen liegen. Hier zielt Katholing knapp daneben.

Ein wichtiger Sieg gelang der SpVgg Goldkronach am Sonntag beim TSV St. Johannis II. Zwar ließen die Gronicher beim Vorletzten wieder einmal beste Chancen liegen und mussten den ersten Gegentreffer im Jahr 2019 hinnehmen – doch am Ende nahmen sie die Punkte mit ins Fichtelgebirge. Die SpVgg hat nun vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, zu den direkten Abstiegsrängen sind es sogar 14 Punkte Distanz.

Trainer André Riedel musste die Abwehr umbauen, für die verhinderten Max Rabenstein und Steffen Zinke spielte Maxi Eichermüller Innen- und Nico Weber Außenverteidiger. Der Gastgeber verzichtete auf Verstärkungen aus der ersten Mannschaft. Dafür lief Torjäger Robert Wieczorek, ehemals beim SV Lanzendorf und zuletzt beim TFC Bayreuth, das erste Mal für die Kanzer auf.

Erst ein Eigentor bringt die Führung

Bereits nach 20 Minuten hätte die Partei entschieden sein können. Aber wie so oft in dieser Saison ließen wir die besten Chancen liegen. Ehl scheiterte zweimal mit Sololäufen an Keeper Fleischmann. Basti Katholing und Marius Stanit hatten ebenfalls kein Abschlussglück. In der 16. Minute war uns Fortuna dann doch einmal wohlgesonnen. Eine scharfe Hereingabe von rechts bugsierte der einheimische Gubitz ins eigene Tor.

Unsere Elf drängte weiter. Allerdings wollte der zweite Treffer nicht fallen. Die Kanzer Reservisten versuchten immer wieder mit langen Bällen ihre Stürmer ins Szene zu setzen. Da unsere Defensive ihre Arbeit tadellos verrichtete, wechselte Trainer Schäff nach einer halben Stunde die beiden erfahrenen Petrovic und Dörr ein. Plötzlich bekam das Spiel des Gastgebers etwas mehr Struktur und die Bälle fanden mit den beiden baumlangen Spielern endlich Abnehmer.

Kapitän Weihrauch verteidigt den Ball am Mittelkreis.

Der Ausgleich fiel jedoch schon kurz vor deren Einwechslung nach einer Schlafmützigkeit in unserer Abwehr. Mit dem ersten ernst zu nehmenden Angriff glückte Ross mit einem abgefälschten Schuss der Ausgleich. Nico Seyferth hatte keine Chance und musste das erste Tor im Jahr 2019 hinnehmen. Sichtlich verunsichert hatte unsere Elf kurz danach bei einem Pfostenschuss Glück. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel. Von unserer Überlegenheit war nichts mehr zu sehen. Aber auch die Kanzer brannten alles andere als ein Offensivspektakel ab.

Riedel stellte in der Halbzeit um. Dies und die Einwechselung von Josua Opel tat unserem Spiel gut. Eichermüller brachte auf der rechten Außenbahn viel Schwung. Ehl zog sich ins Mittelfeld zurück und schaffte dadurch ein Übergewicht in diesem Bereich. Torchancen ließen nicht lange auf sich warten. Aber wieder fehlte ein Schritt zum Erfolg oder ein Schuss wurde gerade noch geblockt. Zudem trieben die Entscheidungen des Schiedsrichters unsere Jungs auch in der zweiten Hälfte zur Verzweiflung. Selbst ein klares und hartes Foul an Ehl ahndete der Schiedsrichter nicht mit Strafstoß. Dies brachte selbst den sonst so ruhigen Coach Riedel zu Wutausbrüchen.

Per Strafstoß zum erlösenden 2:1

Die Kanzer versuchten weiterhin, lange Bälle auf Petrovic zu spielen. Der war bei Nick Mertins bis auf eine Ausnahme gut aufgehoben. Da wurde dessen Kopfball aber sichere Beute von Keeper Seyferth. Nachdem sich Nico Weber in der 65. Minute unwiderstehlich durchgesetzt hatte und vehement von den Beinen geholt wurde, musste sogar der Referee auf Elfmeter entscheiden. Die Proteste von Keeper Fleischmann erheiterten die Zuschauer, ernst gemeint konnten sie nicht sein. Maxi Eichermüller wuchtete den Strafstoß humorlos ins Tordreieck.

Danach spielten unsere Jungs schönen Kombinationsfußball und erarbeiteten sich Gelegenheiten in Hülle und Fülle. Aber selbst aus zwei Metern trafen wir das leere Tor nicht. Der Gastgeber kam nicht mehr gefährlich in Tornähe. Und auch in der fünfminütigen Nachspielzeit brannte nichts mehr an. Hochverdient konnten wir die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Bei einer gleichen Anzahl von Spielen stehen wir jetzt vier Punkte vor dem Relegationsplatz – und 14 vor dem Abstiegsplatz. Wer hätte das an Weihnachten gedacht?

Goldkronach: Seyferth – N. Weber, Eichermüller, Mertins, Fr. Rabenstein, Fe. Rabenstein, Weihrauch, Katholing, F. Neuner, Stanit, Ehl; Opel (ab 46. Minute), Bösch (ab 70.), J. Weber (ab 92.), Riedel. Tore: 0:1 Eigentor (16.), 1:1 Ross (28.), 1:2 Eichermüller (66./Foulelfmeter). Schiedsrichter: Braunersreuther (Mitwitz). Zuschauer: 50.

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