SpVgg steht gut da: Harmonische Hauptversammlung

  • von Gregor
  • 7. April 2018
  • Verein
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Gut 30 Mitglieder fanden zur Jahreshauptversammlung den Weg ins Sportheim.

Sportliche Erfolge und solide Finanzen: Eine harmonische Jahreshauptversammlung erlebte die SpVgg Goldkronach am Freitag, 6. April 2018. Freilich könnte der Verein weitere Ehrenamtliche gebrauchen, doch unter dem Strich sind die Gronicher gut aufgestellt. Am Ende der Versammlung stellten die Mitglieder noch die Weichen für ein Infrastruktur-Projekt: Die Flutlichtanlage in der Peuntgasse soll auf LED umgerüstet werden.

Keine Neuwahl, kein Reizthema – trotzdem verliehen gut 30 Anwesende im Sportheim der Veranstaltung einen angemessenen Rahmen. Sie gedachten eingangs der Verstorbenen des vergangenen Vereinsjahres. Für die Stadt Goldkronach überbrachte Wieland Pietsch, dritter Bürgermeister, Grüße aus dem Rathaus, lobte den Zusammenhalt im Club und dankte den Ehrenamtlichen, die dem Verein und dem Sportleben in der Leben einhauchten. Dem Verlesen des Protokolls, das Schriftführer Karl-Friedrich Weidner übernahm und gegen das es keine Einwände gab, folgten gleich die Berichte der Vorstandschaft und der Spartenleiter.

2019 wieder Sportlerfasching?

Manfred Hautsch bilanzierte zunächst die zahlreichen Veranstaltungen – unter ihnen die „Haupteinnahmequelle“ Marktplatzfest, bei dem die SpVgg weiterhin auf das Wohlwollen der Brauerei Maisel gegenüber den kleinen Sportvereinen der Region zählt, oder das traditionelle „Kanzfeierla“. Hier musste Hautsch verzeichnen, dass die Stadtverwaltung derzeit ohne Vorankündigung den alljährlichen Feuerplatz wegen Bauarbeiten in Beschlag genommen hat – was sich bis zum Mai hoffentlich lösen lässt. Der berühmt-berüchtigte Sportlerfasching fand heuer nicht statt: Eine bewusste Entscheidung und die Konsequenz aus der Erfahrung der letzten Jahre, als Aufwand und Ertrag in einem Missverhältnis standen. Für 2019 sei eine Neuauflage aber möglich, „das ist nicht in Stein gemeißelt“, zumal der Fasching bei der jungen Generation gut angenommen werde.

Das Sportgelände an der Kronach sei im vergangenen Jahr wieder in vielerlei Hinsicht verbessert worden, sichtbarste Neuerung ist der Ballfangzaun auf der Nordwestseite. Zudem wurden die Umkleidekabinen renoviert. Für ihren Einsatz dankte Hautsch den Platzverantwortlichen Jürgen Bär, Heiko Krause, Fritz Hirschmann und Jan Herrmann. Ist die Arbeit an den Anlagen getan und sind Training oder Spiel vorüber, kehrt man seit rund einem Jahr bei Christl Will ein, die die Sportheimgaststätte führt. Er sei „sehr froh, dass wir die Christl und ihr Team haben“, lobte Hautsch.

„Wir sind kein Sportverein, der nur Geld in die erste Mannschaft steckt und mit aller Gewalt dort den Erfolg will. Wir sind ein Sportverein, der allen Leuten in Goldkronach ein Sportangebot bietet.“

Dann wurde es kurz etwas grundsätzlich: „Wir sind kein Sportverein, der Geld in die erste Mannschaft steckt und mit aller Gewalt nur dort den Erfolg will. Wir sind ein Sportverein, der allen Leuten in Goldkronach ein Sportangebot bietet“, befand der Vorsitzende, der Sponsoren, Gönnern und allen dankte, „die ihre Freizeit opfern und dafür keinen Pfennig Geld sehen, weil wir gar keines haben. Und das Kinderturnen ist das beste Beispiel dafür“, leitete er zu den Berichten aus den Sparten über. Hilu Kröber ließ für das Kinderturnen verlesen, dass sich dieses Angebot weiterhin großer Beliebtheit erfreue. Sie danke ihren Mitarbeiterinnen Katja Ehl, Simone Krause und Brigitte Georgius, die nun allerdings kürzer treten müssten. Neue Betreuerinnen und Betreuer seien gerne gesehen. Die Sparte Turnen unterhält weiterhin die Damengymnastik unter der Leitung von Claudia Bauer und bietet Fitnesskurse an.

Seit über 30 Jahren für Karate im Einsatz

Für Horst Lindner, der der Sparte Karate seit über 30 Jahren vorsteht, hatte Hautsch ein kleines Präsent mitgebracht. Die 23 aktiven Mitglieder der Karateabteilung treffen sich drei Mal wöchentlich, „wahrscheinlich sind wir die einzige Abteilung, in der alle von zehn bis 60 Jahren gemeinsam ihren Sport betreiben“, berichtete der Spartenleiter. Dabei nehmen die Goldkronacher Karateka eher weniger an Wettkämpfen teil, sondern „versuchen, diese alte Kampfsportart zu erforschen und uns damit gesund und fit zu erhalten“, so Lindner.

Schriftführer Karl-Friedrich Weidner und Vorsitzender Manfred Hautsch führten durch die Tagesordnung.

Die Sparte Fußball entsendet Mannschaften in allen Altersklassen, entsprechend breit gerieten die folgenden Berichte. Für die unteren Altersklassen war Jugendleiter Sven Herrmann anwesend, der abermals eine E- und F-Jugend ins Rennen schicken kann, für die G-Jugend aber lange einen Betreuer suchen musste. Mehr als zehn Kinder möchten in dieser Klasse mit dem Fußballspielen beginnen, auch eine Lösung der Betreuungsfrage zeichne sich nun ab. Von der JFG Fichtelgebirge, in der die A- bis D-Jugend organisiert ist, berichtete Peter Seibt. Derzeit gehörten 31 Spieler des Stammvereins SpVgg Goldkronach den Mannschaften der JFG an. Im abgelaufenen Spieljahr habe keine Mannschaft absteigen müssen, obwohl die JFG mittlerweile in allen Altersstufen in Kreisliga oder Bezirksoberliga vertreten sei. Mit dem Aufstieg der A-Junioren in die Bezirksoberliga 2017 setzte der Nachwuchs ein besonderes Highlight, die Heimspiele werden in Goldkronach ausgetragen: „Schaut vorbei, es lohnt sich!“

Riedel verlängert – Fingerzeig in Richtung 2019/20

Spielleiter Thorsten Mielitz konnte sich nach der Saison 2016/17 über den dritten Platz seiner Reserve freuen, derzeit läuft es noch nicht ganz so erfreulich. Doch „die Leistungen gehen in Ordnung, mit etwas weniger Personalschwankungen würden wir weiter vorne stehen“. Die Trainingsbeteiligung sei mittlerweile hoch, insgesamt sechs Neuzugänge entspannen die Personalsituation. Die Spielgemeinschaft mit dem ASV Nemmersdorf soll auch 2018/19 fortgesetzt werden. Auch die erste Mannschaft – in der Kreisklasse voll im Soll – habe sich weiterentwickelt, Mielitz und Hautsch waren sich hier in ihrem Lob für Trainer André Riedel einig.

„André ist wirklich ein Glücksgriff“, erklärte Hautsch, der verkündete, dass Riedel auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen werde. Zu bedauern sei lediglich, dass Co-Trainer Mario Bauer in der Winterpause aus beruflichen Gründen ausgeschieden sei. Dann gab es sogar noch einen Fingerzeig in Richtung des Spieljahres 2019/20: Demnach sei der Bericht des Onlineportals anpfiff, dass mit dem aktuellen U19-Erfolgscoach Matthias Ehl bereits eine perspektivische Lösung gefunden sei, nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Die Kasse stimmt – trotz geringem Verlust

Kassier Detlef Vogel zufolge standen im abgelaufenen Jahr Einnahmen von rund 77.000 Euro Ausgaben von gut 81.000 Euro gegenüber – die SpVgg schrieb 2017 also einen leichten Verlust. Allerdings relativiert sich dieser mit Blick auf das gute Geschäftsjahr 2016 und die vorhandenen Reserven. Größte Posten bei den Einnahmen waren Mitgliedsbeiträge und Sportheimbewirtschaftung, während bei den Ausgaben ins Auge stach, dass die Verbandsabgaben mit über 3.000 Euro allmählich in die Dimension der Bauausgaben vorstoßen. Revisor Jürgen Hauser bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und empfahl die Entlastung der Vorstandschaft, die die Anwesenden einstimmig beschlossen. Er mahnte allerdings auch die Gründung eines Fördervereins an, den die SpVgg „aus steuerlichen Gründen dringend gebrauchen“ könne.

Ehrung langjähriger Mitglieder, von links nach rechts: Karl-Friedrich Weidner, Mario Hörath (beide 25 Jahre), Vorstand Manfred Hautsch, Roland Blechschmidt (40 Jahre), Hermann Zinke, Michael Hofmann (beide 50 Jahre), 3. Bürgermeister Wieland Pietsch.

Damit war dem verwaltungsmäßigen Teil Genüge getan und der Vorstand konnte die Ehrung langjähriger Mitglieder vornehmen. Heinrich Bär, Michael Hofmann, Alfred Taubenreuther und Hermann Zinke erhielten die goldene Vereinsnadel für ihre 50-jährige Treue. Roland Blechschmidt wurde für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. Die silberne Nadel für 25 Jahre Mitgliedschaft dürfen sich nun Karl-Friedrich Weidner, Bartholomäus Huber, Mario Hörath, Stefan Hautsch und Oliver Beck anheften.

Flutlichtanlage soll umgerüstet werden

Allerdings stand noch ein letzter Punkt an, denn aufgrund eines aktuellen Defekts dachten die Verantwortlichen grundsätzlich über eine Erneuerung der Flutlichtanlage auf dem Sportgelände nach und gelangten zu dem Urteil, dass eine Umrüstung auf LED-Technik die beste Lösung sei. Vorstand Hautsch stellte daher den Antrag, diese durchzuführen, wobei mit einem Kostenvolumen von 15.000 Euro, aber auch mit einer hohen Förderung zu rechnen sei, wie Treffen mit Vertretern aus Kommunalpolitik und Sportverbänden ergeben hätten. Auch diesen Beschluss fasste die Versammlung schließlich einstimmig.

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