Debütant Harwardt schießt Gronicher zum Auswärtssieg

Der Platz sah besser aus, als er war, und mitunter war Kampf auch Trumpf: Neuner mit viel Einsatz gegen Mayeko.

Die SpVgg Goldkronach hat ihr Auswärtsspiel beim FC Eintracht Bayreuth mit 2:1 (1:1) gewonnen. Nach Weihrauchs Führungstreffer trafen die Gastgeber kurz vor der Pause zum Ausgleich. Beim Siegtreffer durch Startelf-Debütant Thomas Harwardt hatte die SpVgg etwas Glück, nahm aber unter dem Strich verdiente drei Punkte mit ins Fichtelgebirge.

Aus dem Vollen schöpfen konnte Goldkronachs Trainer André Riedel noch lange nicht, von der Seitenlinie aus beobachteten Katholing und David Zinke die Kollegen, Oldie Markus Vogel gab von draußen den Coach und Mertins nahm eher pro forma auf der Bank platz. Immerhin standen Oberst und Franz Rabenstein im Gegensatz zum Donnerstag wieder zur Verfügung. Die Eintracht, als Drittplatzierte favorisiert, versetzte den Gästen auch gleich die erste Schrecksekunde durch Fiebig (4. Minute).

Schon wieder ein Elfmeter!

Nicht frei von Fehlern, aber durchaus von Unterhaltungswert sah die Partie die Abschlüsse von Blechschmidt (15.) und Kossmann, dessen harmlosen Ball Ruppel aber sicher pflückte (17.). Zwingend wurde es aber selten, für die Goldkronacher Führung musste – erneut nach Foul an Blechschmidt, der von links in den Strafraum eingedrungen war – ein Elfmeter herhalten (21.): Der vierte Strafstoß in den letzten vier Spielen. Und auch der saß, Weihrauch verwandelte sicher zum 0:1 ins rechte untere Eck!

Zinke versucht es aus der Distanz gegen den aufgerückten Keeper Baumann.

Beinahe im direkten Gegenzug verzeichneten die Gastgeber die große Chance zum schnellen Ausgleich, nach Murgas‘ Freistoß wurde es vor Ruppels Kasten richtig gefährlich. Doch auch Goldkronach hätte nachlegen können, als die Eintracht-Kette ein Missverständnis produzierte, Keeper Baumann mit Blechschmidt kollidierte und Zinke es aus der Distanz gegen den aufgerückten Torwart versuchte (32.). Es waren aber die Bayreuther, die von einem leichtfertig vor den Sechzehnerkreis geklärten Ball profitierten, den Reingruber punktgenau Heublein servierte, der von links ins lange Eck zum 1:1 abschloss (41.).

Premierentreffer zum Sieg

Die Gronicher kamen etwas aktiver aus der Kabine, Hildner scheiterte schon drei Minuten nach Wiederbeginn aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel. Nach 53 Minuten war es ausgerechnet Startelf-Debütant Harwardt, der nach Blechschmidts geblocktem Abschluss den zweiten Ball erreichte und FCE-Torwart Baumann mit einem üblen Aufsetzer bezwang, ehe er jubelnd abdrehte. Die Eintracht brauchte etwas, um sich vom erneuten Goldkronacher Führungstreffer zu erholen, drückte nach einer gespielten Stunde aber aufs Tempo.

Harwardt bejubelt seinen Treffer zum 2:1 für Goldkronach.

Dabei blieben die Bayreuther aber unpräzise in ihrem Spiel. Bei eigenen Standards rückten sie weit nach vorne auf, so auch in der 77. Minute, als die SpVgg konterte und Hildner erneut aus spitzem Winkel vorbei zielte. Erst in den letzten zehn Minuten wurde es noch einmal gefährlich, doch Ruppel hatte mit Bernets Abschluss keine Probleme (81.) und als Mayeko nach 83 Minuten freistehend drüber köpfte, hatten die Gronicher die letzte wirklich brenzlige Szene überstanden.

Mit dem richtigen Rezept

Sie gewannen dieses Auswärtsspiel mit einer soliden Leistung und schienen gegen die Offensivqualitäten der Eintracht die richtigen Mittel gefunden zu haben. Ihre offensiven Außen ließen sich bei Ballverlust tief fallen und meist hinderte Weihrauch Heublein soweit möglich an kreativer Entfaltung. Bei Harwardts Premierentreffer hatten die Gronicher sicherlich etwas Fortune. Wer der sichersten Defensive der Liga aber zu Hause zwei Gegentreffer zufügt, nimmt verdient drei Punkte mit.

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