Überraschend überzeugend: SpVgg siegt in Donndorf

Die SpVgg Goldkronach ist geradezu nach Maß in die Kreisklasse gestartet. Die Gronicher siegten in Donndorf mit 2:1 (2:0). Beim Favoriten zeigten die Gronicher eine bärenstarke erste Hälfte und führten zur Halbzeit hochverdient. Nach der Pause ließen sie die Gastgeber etwas mehr ins Spiel kommen, doch erst ein zweifelhafter Strafstoß brachte den Anschlusstreffer. Nach einer spannenden Schlussphase nahmen sie die drei Punkte mit nach Hause.

TSV Donndorf - SpVgg Goldkronach 1:2

Früh jubelten die Gronicher über die Führung.

Am ersten Spieltag der Saison musste Spielertrainer Heumann, selbst aufgrund eines Bandscheibenvorfalls unpässlich, auch auf Schullerus (Leistenverletzung) und Max Rabenstein (muskuläre Probleme) verzichten. In der Startelf, die Heumann in einer 4-2-3-1-Formation auf den Rasen schickte, debütierte Neuzugang Etterer im Mittelfeld. Vor rund 120 Zuschauern erwischten die Goldkronacher dann einen Traumstart. Kaum eine Minute war gespielt, da schickte Arndt Vogel in ein Laufduell, dieser bediente Josua Opel. Der ließ noch einen Gegenspieler stehen und schlenzte ins lange Eck − 1:0 für die SpVgg!

SpVgg das bestimmende Team

Mit der Führung im Rücken blieben die Gäste das bestimmende Team. Weckbach legte Opel auf dem rechten Flügel, Hajrizajs Flatter-Freistoß hätte Schulte im Busch fast noch erreicht, doch TSV-Torhüter Hertel war zur Stelle (8. Minute). Auch bei Arndts Versuch aus der Ferne zeigte er sich sicher. Es dauerte 22 Minuten, ehe auch Donndorf zu seiner ersten guten Gelegenheit kam − die Gronicher ließen die Hausherren einfach nicht ins Spiel kommen. Auf der Gegenseite verpasste Vogel Opels Flanke nur knapp (28.).

Goldkronach zollte nun dem Powerplay der vergangenen Minuten Tribut und der bis dato wenig geforderte Pöhlmann musste gut aufpassen (29.). Auch Weckbachs Freistoß aus der eigenen Hälfte wurde länger und länger, unter dem Strich blieben die Bemühungen der Donndorfer aber harmlos: Hagen zielte aus gut 16 Metern weit über das Tor und ein weiterer Freistoß strich vorbei (32.). Die SpVgg konterte und zeigte im Anschluss eine gefährliche Freistoßvariante, blieb zunächst jedoch ohne zweiten Treffer (36.).

Blitzschnell zuende gespielt − 2:0!

TSV Donndorf - SpVgg Goldkronach 1:2

Markus Vogel auf dem Weg zum 2:0.

Dann aber schlugen die Gronicher erneut zu: Nach 40 Minuten schaltete der Gast wieder schnell um, Opel hob fein in die Gasse und Vogel schob eiskalt zum 2:0 ein. Mit der hochverdienten Führung ging es auch in die Pause. Freilich musste Donndorf nun vor heimischem Publikum mehr tun und startete entsprechend motiviert in die zweite Hälfte. Die SpVgg zog sich etwas weiter zurück, hatte aber die erste Chance der zweiten 45 Minuten. Hajrizaj traf jedoch nach einer Flanke aus dem Halbfeld den Ball nicht voll (47.).

Der TSV drängte nun weiter nach vorne, Hagen stand plötzlich frei im Sechzehnerkreis und wurde erst in letzter Sekunde gestört, so dass Pöhlmann den Ball unter sich begraben konnte (58.). Das blieb allerdings die einzige Großchance für die bemühten Donndorfer, die sich ihrerseits bei Torwart Hertel bedanken konnten, der Blechschmidts Abschluss glänzend parierte (68.). Dann die 75. Minute: Mertins‘ Abwehrversuch quittiert der bis dahin souverän leitende Unparteiische mit einem Elfmeterpfiff. Während die Goldkronacher Zuschauer protestieren, verwandelt Schwarz nervenstark in die Tormitte.

Donndorf kämpft sich heran

Nun ist plötzlich wieder richtig Leben in der Partie. Unter dem einsetzenden Regen finden die Gastgeber ihren Kampfgeist, zu klaren Chancen kommen sie allerdings nicht. Stattdessen suchen die Gronicher Kontersituationen, so wie in der 79. Minute, als Weckbach den durchbrechenden Vogel nur durch Trikotziehen stoppen kann. Beim fälligen Freistoß wird es brandgefährlich. Glück hat die SpVgg allerdings bei einem langen Freistoß, der sich auf Pöhlmanns Kasten senkt (82.).

TSV Donndorf - SpVgg Goldkronach 1:2

In der Schlussphase nahm die SpVgg den Kampf an.

Die hektische Schlussphase, in der sich Hajrizaj einen Platzverweis abholt (90.), überstehen die Gronicher auch, weil die Innenverteidigung beinahe jedes Kopfballduell für sich entscheidet. So steht nach nervenaufreibenden Minuten ein verdienter Auswärtssieg zu Buche. In der überragenden ersten Hälfte präsentierte sich die Mannschaft taktisch enorm diszipliniert, unterband jeden geordneten Spielaufbau der Donndorfer und griff selbst blitzschnell an. In der zweiten Halbzeit dann bewies sie, dass sie sich auch auf das Verteidigen versteht und den Kampf annehmen kann.

Überraschend überzeugend

Der Erfolg in Donndorf ist überraschend, er kam aber in der Gesamtschau auch auf überraschend überzeugende Weise zustande. Freilich lässt sich keine Saisonprognose abgeben und die drei Punkte sind nur die ersten in einer Bilanz, die möglichst bald den Klassenerhalt garantieren soll. Allerdings zeigte die Mannschaft Spielwitz und Einsatz in einem Maße, das selbst die größten Kritiker versöhnen sollte.

Alle Bilder zur Partie gibt es hier in unserer Galerie.

Tore: 0:1 Josua Opel (2. Minute, Vogel), 0:2 Vogel (41., Josua Opel), 1:2 Schwarz (75., Foulelfmeter).

Goldkronach: Pöhlmann − Franz Rabenstein, Mertins, Wendler, Hannes Rabenstein − Schulte im Busch, Arndt − Josua Opel, Etterer, Hajrizaj − Vogel; Ruppel − Blechschmidt (28./R), David Opel, Neuner.

Gelbe Karten: Püchling, Dermer, Schulz, Weckbach / Mertins, Blechschmidt.

Rote Karte: Hajrizaj (90.).

Zuschauer: 120.

Schiedsrichter: Nagengast (Kirchehrenbach). Leitete umsichtig, verlor nach dem Elfmeter etwas die Linie.

Reserven: TSV Donndorf II − SpVgg Goldkronach II 7:1 (A-Klasse VII).

P.S.: Heiko und Ingo Scharnagel sind, anders als in der Donndorfer Stadionzeitung dargestellt, nicht mehr bei der SpVgg, sondern zum TSV Harsdorf gewechselt. Demnach ist unser letztjähriger Top-Torjäger Ingo auch nicht Spielertrainer an der Kronach, sondern in Harsdorf. Größter Erfolg der Fußballabteilung war übrigens auch nicht der Aufstieg in die Kreisklasse − ausführlich hier nachzulesen. Ferner findet man die vorliegende Website, die offizielle Homepage der Spielvereinigung, nicht unter der TLD ».de«. Um das alles herauszufinden, hätte es allerdings der zeitraubenden Recherche bei anpfiff oder im Nordbayerischen Kurier bedurft − oder eben auf spvgg-goldkronach.com.

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