Auf der Linie: SpVgg und BSC Saas trennen sich 1:1

  • von Gregor
  • 16. August 2022
  • 1. Mannschaft
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Jaro Cuchta lieferte eine gute Partie ab und brachte die Gronicher mit seinem ersten Treffer für die SpVgg mit 1:0 in Führung.

Die SpVgg Goldkronach bleibt in der Kreisliga ungeschlagen. Gegen den BSC Saas Bayreuth II erreichten die Gronicher am Sonntag ein 1:1-Unentschieden.

Nicht weniger als neun Stammspieler fehlten Trainer Matthias Ehl – wegen Urlaubs, aber auch wegen zahlreicher Verletzungen etwa Scherms oder der Neukam-Brüder. Goldkronach zeigte sich davon zunächst unbeeindruckt und spielte von Beginn an nach vorne, in der 14. Spielminute köpfte Jaro Cuchta einen Pittroff-Eckball zum 1:0 ins Tor. Nur vier Minuten später schickte Sommerer den Torschützen steil, dem allerdings der Saaser Keeper Nawroth im Weg stand.

Die Saaser blieben in diesen unterhaltsamen Minuten keineswegs passiv, im direkten Gegenzug musste Nick Mertins klären. Dass die um Mertins herum fast gänzlich umgebauten Defensive meist, aber eben nicht immer stabil stand, zeigte sich nach 20 Minuten: Die Saaser Hereingabe von rechts konnte Riedl nur vor die Füße von Schatz abwehren, der das Leder aber aus kurzer Distanz über das leere Tor drosch.

Unordnung im Saaser Strafraum – aus dieser Ecke konnten die Gronicher aber kein Kapital schlagen.

Einen Kopfball von Dames pflückte Riedl sicher (36.), dann spielte wieder Goldkronach. Das 1:0 gegen die Landesliga-Reserve zur Pause war daher angesichts der Ausfälle zwar fast etwas überraschend, aber durchaus verdient. Vor knapp 100 Zuschauern starteten die Gäste besser in die zweite Hälfte, doch die SpVgg schoss das Tor – vermeintlich. Ehl hatte sich in der 59. Minute trotz Foul auf dem linken Flügel durchgesetzt, trieb den Ball die Linie entlang und spielte eine scharfe Hereingabe, die Cuchta wuchtig in die Maschen vollendete.

Nach einigen Sekunden des Jubels ein Pfiff – Seitenaus! Hatte der Schiedsrichter seinen Assistenten bisher mehrfach überstimmt, so übernahm er nun dessen spät angezeigte Entscheidung. Der Linienrichter stand auf der anderen Seite des Feldes weit hinter der Mittellinie und die Sportheimtribüne sah die Entscheidung naturgemäß anders. Als Spielfortsetzung wählte das Gespann den Einwurf, obwohl zuvor Vorteil für Goldkronach angezeigt worden war; daraufhin traf Hirche für die Saaser im direkten Gegenzug aus dem Pulk heraus. Abermals war es der 35 Meter entfernt stehende Linienrichter, der einschritt und sich diesmal sicher war, den Ball im Tor gesehen zu haben – 1:1.

Kurz vor Schluss spitzelte Nicolai Pittroff den Ball am Saaser Keeper Nawroth vorbei – aber leider auch am Tor.

Emotional wurde es aber nur kurz. Die Gronicher antworteten mit einer schönen Kombination über Sommerer, deren Abschluss durch Pittroff aber kein Problem für den Saaser Keeper Nawroth darstellte (66.). Für die Bayreuther erreichte der eingewechselte Peter einen Flankenball am langen Pfosten, verfehlte mit seinem Kopfball das Tor aber deutlich (72.). In der Schlussphase der nun offen geführten Partie spitzelte Pittroff einen langen Ball mit Wucht am Saaser Torhüter, aber auch am Tor vorbei (87.).

Unter dem Strich ein Ergebnis, das die personell gebeutelten Goldkronacher vor der Partie wohl unterschrieben hätten – am Ende waren es eher die Gäste, die mit dem Punkt sehr gut leben konnten, auch wenn sie zwischenzeitlich durch Maßberger und Schatz offensive Akzente setzen konnten. Nehmerqualitäten, Engagement und die Spielanlage der dezimierten Heimelf verdienten angesichts des Spielverlaufs Respekt; allerdings war auch offensichtlich, dass die Gronicher nicht unendlich viele Stammspieler ersetzen können, was insbesondere am mitunter wenig strukturierten Spiel nach vorne und den vielen Distanzschüssen ablesbar war. Nach zwei, drei Tagen ist auch der Ärger über die schwache Minute des Gespanns verraucht. Nimmt man die berühmten 40 Punkte zum Maßstab, hat die SpVgg schon über ein Drittel der Punkte für den Klassenerhalt beisammen.

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