Matthias Bauer im anpfiff-Interview: »Es ist noch alles offen!«

Vor dem Spitzenspiel in Lanzendorf sprach das Fußballmagazin anpfiff in dieser Woche mit unserem Coach Matthias Bauer. Abgesehen von einzelnen Spielen wie gegen Trebgast zeigte dieser sich zufrieden mit der Hinrunde. Wir dokumentieren das Gespräch mit anpfiff-Redakteur Fabian Nelkel:

Matthias Bauer, Peter Pittroff – SpVgg Goldkronach

Goldkronachs Coach war mit der Leistung beim Kerwaspiel gegen den TSV Trebgast keineswegs zufrieden. "Es fehlte die Einstellung!" Das dürfe sich in den wichtigen Partien gegen Lanzendorf und Neudrossenfeld nicht wiederholen! Foto: anpfiff.

Nach dem Abstieg aus der Kreisklasse liegt die SpVgg Goldkronach im Soll und führt nach 14 Partien die Tabelle der A- Klasse 7 mit vier Zählern Vorsprung an. anpfiff.info hat mit SpVgg- Coach Matthias Bauer gesprochen, der sich sehr zufrieden zeigt, doch einer bitteren Niederlage immer noch hinterhertrauert.

Guten Abend, Herr Bauer. Erstmal Glückwunsch zum Herbstmeistertitel in der A-Klasse 7. Es scheint, als laufe nach dem Abstieg aus der Kreiklasse bei der Spielvereinigung alles nach Maß?

Bauer: Wir sind sehr zufrieden. Natürlich gibt es aber auch ein paar Dinge, die mich wurmen. Besonders das Kerwaspiel gegen Trebgast. Wir haben 1:3 verloren, da die Einstellung ganz und gar nicht gepasst hat. Da stand die Kerwa im Vordergrund. Im Großen und Ganzen bin ich doch sehr zufrieden – mit nur zwei Niederlagen und einem Remis passt’s.

War der Herbstmeistertitel der erste Schritt in die richtige Richtung?

Bauer: Es sind noch genügend Spiele zu spielen, aber wir sind gut dabei – das war unser Ziel. Es warten auf uns in den nächsten Wochen jedoch schwere Spiele, die wir überstehen müssen. Erst Lanzendorf, dann Neudrossenfeld, die Wundertüte der Liga. Es ist die Frage, wer spielt. Wahrscheinlich eine Bezirksligamannschaft, da die Erste und Zweite schon am Samstag spielen. Insgesamt ist es ziemlich eng und noch alles offen. Wir müssen jede Woche kämpfen!

Wie liegen die Stärken der Mannschaft? Ist die Abwehrreihe das Prunkstück?

Bauer: Es ist die ganze Mannschaft! Wir hatten natürlich Glück, dass fast die komplette Kreisklassenmannschaft zusammengeblieben ist, wir kaum Verletzte hatten und die Urlauber sich in Grenzen hielten. Das gehört natürlich dazu!

Wer ist der stärkste Verfolger der Spielvereinigung?

Bauer: Von Lanzendorf bis Bischofsgrün ist noch alles drin. Jeder kann jeden schlagen, das sieht man ja von Woche zu Woche. Auch direkte Konkurrenten nehmen sich die Punkte weg. Die letzten Wochen liefen ganz gut für uns. Wir müssen unsere eigene Serie durchziehen, dann kommt man gut über die Runden. Der Relegationsrang sollte auf jeden Fall drin sein, aber auch die Meisterschaft ist möglich. Dafür müssen wir uns Woche für Woche konzentrieren und die Leistung abrufen, sonst bekommen wir Probleme. Wir schauen jedoch auf unsere Stärken und wollen keinen Gegner unterschätzen. Selbst die Türken sind mittlerweile gut dabei. Wie jedes Jahr kommen sie wegen ihrer Urlauber schlecht in die Saison. Man merkt jedoch sofort, wenn sie komplett sind. Dann können sie auch die vorderen Teams schlagen!

SpVgg Goldkronach – TSV Bischofsgrün 4:1

Ob Alexander Arndt (Mitte), wie schon im Hinspiel doppelt per Foulelfmeter, auch im Rückspiel gegen den SV Lanzendorf erfolgreich ist? Foto: anpfiff.

Am kommenden Sonntag steht das Spitzenspiel gegen den SV Lanzendorf bevor. Was erwarten Sie?

Bauer: Aydin Arslan sollte noch immer rotgesperrt fehlen. Er sorgt immer für viel Wirbel. Er wird Lanzendorf sicherlich schmerzlich fehlen. Wir können aus dem Vollen schöpfen. Es ist in Lanzendorf nicht einfach zu spielen, doch wir wollen einen Punkt mitnehmen und den Abstand halten. Ich bin sehr optimistisch. Hätten wir in Trebgast gewonnen, dann wäre der Vorsprung natürlich gut gewesen und man hätte sich eine Niederlage gegen Neudrossenfeld erlauben können. So müssen wir punkten, denn vier Zähler sind nicht viel und es kann ganz schnell anders aussehen!

Was sind Ihre Ziele für die Rückrunde?

Bauer: Ganz klar der Aufstieg. Wir spielen in der A- Klasse mit einer Kreisklassenmannschaft – bis auf David Opel hatten wir keine Abgänge. Wer da sagt, er will im Mittelfeld mitspielen, der steckt sich keine Ziele! Natürlich will ich aufsteigen, denn die Kreisklasse ist für uns viel interessanter. Man hat Derbys mit vielen Zuschauern. Das ist natürlich was ganz anderes, ob man gegen Nemmersdorf mit 200 Leuten oder gegen Post/Uni Bayreuth spielt. Mit Bad Berneck, falls sie nicht aufsteigen, Nemmersdorf, FSV Bayreuth II, Laineck gibt es viele Teams, die ganz in der Nähe sind.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Bauer. anpfiff.info wünscht der SpVgg Goldkronach eine erfolgreiche Rückrunde und ein interessantes Spitzenspiel am Sonntag.

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1 Schon kommentiert

  1. Die Spiele am So, 09.11.14 gegen Nemmersdorf 2 und Lanzendorf sind abgesagt

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