Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel hat die SpVgg einen guten Start in die A-Klasse hingelegt. Am Mittwochabend bezwangen die Gronicher den TSV St. Johannis II mit 3:2.

Doppeltorschütze Alex Arndt.
Wegen Personalproblemen am Wochenende wurde das Spiel von Freitag auf Mittwoch vorverlegt. Bei regnerischem Wetter fanden nur wenige Fans den Weg in die Au. Jedenfalls bekam man hier mehr geboten, als im Fernsehen beim Supercupspiel zweier Millionärstruppen.
Linß unhaltbar, Opel sehenswert
Unsere Elf hatte nach sieben Minute die erste Gelegenheit. David Zinke köpfte freistehend weit am Tor vorbei. Diese Aktion war eine Art Weckruf für die mit mehreren Spielern aus der Ersten angetretenen Kanzer Reservisten. Die Gäste gewannen an Übergewicht und ging nach einem schnellen Vorstoß in Führung. Unsere Abwehr war weit aufgerückt und trat zu spät den Weg nach hinten an. Eine flache Hereingabe von rechts konnte Torjäger Linß verwerten. Er schob den Ball unhaltbar ins lange Eck. Erst Mitte der ersten Halbzeit kamen unsere Jungs besser ins Spiel. Josua Opel narrte seinen Gegenspieler und lupfte den Ball aus 20 Metern über den zu weit vor seinem Tor postierten Sprödhuber. Wieder ein sehenswerter Treffer des jungen Polizeibeamten.
Der Ausgleich gab unseren Aktionen die Sicherheit, die zuvor gefehlt hatte. Endlich liefen die gewohnten Kombinationen im Mittelfeld. Die spielerische Überlegenheit konnte in Tore umgemünzt werden. Nach einem Doppelpass mit Vogel, lief David Zinke bis zur Grundlinie und bediente den freistehenden Alex Arndt. Der konnte aus kurzer Distanz einschieben.
Der vierte Treffer fällt nicht
Das dritte Tor fiel wieder nach glänzender Vorarbeit von Zinke. Sein Steilpass erreichte Alex Arndt, der konnte sich im Strafraum durchsetzen und zur beruhigenden 3:1-Führung vollenden. Im zweiten Durchgang spielten unsere Jungs weiter in Richtung Gästetor. Das vierte Tor schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Zudem nahm der Gästetrainer einige seiner Spieler aus der ersten Mannschaft vom Feld. So ergaben sich etliche Chancen, die aber viel zu leichtfertig vergeben wurden. Nur ein Beispiel von vielen: Franz Rabenstein spielte sich über links wunderbar in den Strafraum. Allein stehend scheiterte er am herauslaufenden Kanzer Torwart.
So kam es, wie es kommen musste: 71. Minute, eine vermeidbare Ecke und der eingewechselte Ross kann am kurzen Pfosten stehend ungehindert einköpfen. Nicht der erste Fauxpas unserer Abwehr in dieser Saison. In der Gewissheit des Vorsprungs wird man nachlässig. Und wie in den Spielen zuvor gewinnt der Gegner an Selbstvertrauen und das eigene ist plötzlich wie weggeblasen. Der Kanzer Trainer Höfer witterte Morgenluft und schickte seine „Stars“ wieder auf das Feld. Die Gäste gewannen mehr Spielanteile und die Angriffe wirkten gefährlicher. Allerdings versucht man es immer wieder mit langen Bällen in den Strafraum. Und die wurden Beute unserer kopfballstarken Abwehrspieler. Obwohl sich die Kanzer keine hochkarätigen Chancen mehr erarbeiten, verspürte der einheimische Betrachter dennoch ein mulmiges Gefühl.
Mit Glück und Geschick
Unser Team kann nach vorne kaum noch Aktionen setzen. Am Strafraum ist regelmäßig Schluss. Einzig Markus Vogel taucht noch einmal gefährlich vor Sprödhuber auf. Mit Glück und Geschick rettete unsere Truppe den Sieg schließlich über die Ziellinie. Drei Spiele – drei Siege. Alle mit „Ach und Krach“. Aber die Gegner waren in allen Fällen von der besseren Sorte. Die SpVgg trifft nun am Sonntag auf den Türk FC Bayreuth. Mit einem Punktgewinn beim Staffelfavoriten, der bis dato hinter den Erwartungen zurück blieb, könnten die Gronicher ihren Start vergolden.