Winterpause! Die SpVgg Goldkronach befasst sich mit dem Stand des Fördervereins auf dem Weihnachtsmarkt, mit den Planungen für Feuerzangenbowle und Weihnachtsfeier. Anders als im Vorjahr ist die erste Mannschaft voll auf Kurs, mit einem 4:0-Erfolgserlebnis geht es in die Pause. Um Punkte gespielt wird erst wieder im März 2020, und bis dahin weist die Tabelle der Kreisklasse Bayreuth die SpVgg als Dritte aus.
Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft – eine Weisheit, die auch in Goldkronach ihre Gültigkeit hat. Bedürfte es noch eines Nachweises, die Gronicher haben ihn mit ihrem jüngsten Abschneiden in der Kreisklasse erbracht: Sie beenden sie das Fußballjahr 2019, die Bilanz lautet: 20 Spiele, 39 Punkte. Das ergibt einen Punkteschnitt von 1,95 Zählern pro Spiel und reicht in dieser verflixt leistungsdichten Liga erstaunlicherweise sogar für Platz drei. Vor exakt einem Jahr waren es neun Punkte aus 18 Spielen, darunter ein einziger mickriger Sieg. Trübe Aussichten. Wie sich doch die Zeiten ändern!
Mit einem Erfolgserlebnis in die Pause
Dabei zeigte sich jedoch immer wieder, dass die Goldkronacher Mannschaft noch kein souveränes Spitzenteam ist. Die Lichtblicke mehrten sich zuletzt wieder, von den letzten neun Partien vor der Winterpause verlor die SpVgg nur eines: Auswärts bei Tabellenführer Oberpreuschwitz. Am vorletzten Spieltag des Jahres 2019 musste die Elf von Trainer Matthias Ehl nun auf dem Bindlacher Hartplatz antreten. Neben Kapitän Weihrauch fehlten auch Hofmann, Stockinger und Eichermüller, trotzdem waren die Gronicher das bessere Team. Abseitsentscheidungen und Aluminium, aber eben auch vernachlässigtes Flügelspiel und abermals zwei Gegentore ließen die Partie 2:2 enden.
Zeit, mit den vergebenen Chancen zu hadern, blieb nicht lange. Noch ein letztes Mal, am 17. November, musste die SpVgg vor Weihnachten in der Liga ran. Die Gronicher empfingen den TFC Bayreuth, beziehungsweise: Sie bestritten, einem kuriosen Sportgerichtsspruch Folge leistend, ihr zu wiederholendes Auswärtsspiel beim TFC Bayreuth auf eigenem Platz. Gegen die spielerisch begabten Bayreuther begann die Ehl-Elf forsch, und das sollte sich auszuahlen. Nach mehreren guten Gelegenheiten traf Körber nach knapp 20 Minuten zur Führung. Weil heute auch die Defensive zu alter Stärke zurück fand und die quirligen Angreifer in Schach hielt, bedeutete Eichermüllers 2:0-Freistoßtor schon die Entscheidung. Schnelle Konter, Pittroffs Traumtor: Am Ende stand es sogar 4:0.
Ein nachhaltiger Aufschwung
So lässt es sich mit einem Erfolgserlebnis im lästigen Wiederholungsspiel in die Winterpause starten; bis zum März weist der Blick auf die Tabelle die Gronicher nun als Dritte aus. Angesichts von 25 Punkten Vorsprung auf die Gefahrenzone dürften selbst spitzfindige Rechenprofis heuer frühzeitig beruhigt sein – vielmehr ist Spitzenreiter Oberpreuschwitz nur vier Punkte entfernt. Ob es tatsächlich für mehr reicht? Davon darf man sich 2020 ganz entspannt überraschen lassen.
Cleverness, Kaltschnäuzigkeit, taktische Reife – noch fehlen hie und da ein paar Prozent, aber die Tendenz zeigt eindeutig nach oben. Übrigens, das wurde eingangs unterschlagen, schon etwas länger: Nach der vergangenen Winterpause holten die Gronicher schon 1,9 Punkte im Schnitt und landeten in der hypothetischen Frühjahrs-Tabelle 2019 auf Platz vier (insgesamt 2018/19 auf Platz elf). Insofern darf, wer es mit dem Goldkronacher Fußball hält, aller Schnellebigkeit zum Trotz die begründete Hoffnung hegen, dass es sich diesmal um einen nachhaltigen Aufschwung handelt…
Die Tabelle zur Winterpause