Herbstmeister: Reserve überwintert als Tabellenführer

  • von Gregor
  • 13. November 2018
  • 2. Mannschaft
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Faustdicke Überraschung in der B-Klasse VI: Die Goldkronacher Reserve holt die Herbstmeisterschaft! Mit 37 Punkten aus 16 Spielen und einem Torverhältnis von 37:17 steht die Mielitz-Elf nach der letzten Partie im Kalenderjahr 2018 ganz oben.

Große Töne spuckte vor Saisonbeginn an der Kronach niemand. Es waren eher andere Teams, denen man zutrauen durfte, dass sie vor allem von den namhaften Verstärkungen ihrer ersten Mannschaften profitieren würden. Umso größer ist die Freude über die Überraschung, Ansprüche meldet weiterhin niemand an: „Wir sind Tabellenzweiter. Was will man mehr?“, fragte Thorsten Mielitz noch vor Wochenfrist im Fußball-Onlinemagazin anpfiff.

Sieg im Spitzenspiel

Das war vor dem Spitzenspiel gegen Schnabelwaid, gerade hatte sich so etwas wie eine kleine Krise angedeutet: Gegen Seybothenreuth nicht über ein Remis hinausgekommen, in Oberpreuschwitz gar verloren. Doch rechtzeitig zum Showdown gegen den Meisterschaftsfavoriten waren die Kicker der Goldkronacher Reserve, die weiterhin in einer Spielgemeinschaft mit Nemmersdorf antritt und dann und wann auf Personal zurückgreifen kann, topfit: Im Stile einer Spitzenmannschaft besiegte man Schabelwaid mit 1:0.

Reserve-Spielleiter Thorsten Mielitz.

Mit einem 5:0 in Mehlmeisel setzten die Reservisten dann die Kirsche auf die Torte und holten sich die Herbstmeisterschaft. Dabei war die letzte Partie durchaus sinnbildlich: Fünf verschiedene Torschützen netzten beim Fichtelgebirgs-Duell ein, insgesamt zählt die Torjägerliste schon 15 Namen. Die erfolgreichsten unter ihnen, Maximilian Hildner, David Schaguhn, Edward Knoll, trafen jeweils fünf Mal ins Schwarze: Schwer auszurechnen ist sie, die Mielitz-Elf, den überragenden Einzelspieler gibt es nicht, der Star ist die Mannschaft.

Eingespieltes Team

Die Truppe ist eingespielt, ein großes Plus. Zwar muss die Zweite ab und zu Personal an die Erste abgeben, deren Kader sich im Vergleich zur vergangenen Saison eher ausgedünnt hat – Abgänge im engeren Sinne hatte die Reserve aber nicht zu verzeichnen. Bleibt die Frage: Was, wenn es zum Titel reicht? Mit dem Aufstieg in die A-Klasse hatte die SpVgg vor einigen Jahren bereits so ihre Erfahrungen gesammelt. Vor allem gegen die Aufstiegskandidaten setzte es eine Liga höher für die Goldkronacher Reserve manche bittere Klatsche.

Ob die Gronicher daher einen erkämpften Startplatz für ihre Zweite in der A-Klasse überhaupt wahrnehmen würden, ist daher noch nicht klar. Sicher ist aber, dass Mielitz und seine Mannschaft Blut geleckt haben, auch wenn der Titel kein Saisonziel war. Wenn es bisher schon so gut läuft, warum soll der Herbstmeisterschaft nicht eine „echte“ im Sommer folgen?

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