Trotz des Führungstores von David Schaguhn musste die SpVgg beim FSV Schnabelwaid eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Der engagierte Auftritt der Riedel-Elf lässt aber darauf hoffen, dass bald der Knoten platzt!
Erneut traf unsere Erste auf einen Aufstiegsanwärter. Schnabelwaid hatte sich zur neuen Saison mehrere Verstärkungen gegönnt. Unsere Elf musste erneut auf einige Stammspieler verzichten, die Urlaubszeit lässt grüßen. So ahnte man im Vorfeld Böses.
Stanit mit der Riesenchance
Um so überraschender war der Auftritt unserer Jungs. In der Abwehr stand man konzentriert. Kapitän Weihrauch war in die Innenverteidigung gerückt, Nick Mertins nahm sich des Torjägers Enis Gashi an. Franz Rabenstein und Robert Kynast verteidigten auf den Außenpositionen. Schnabelwaid war zwar feldüberlegen, aber die Angriffe waren zu langsam vorgetragen und nur auf Enis Gashi ausgerichtet. Und der lieferte sich mit Nick Mertins heiße Duelle. Wobei der Sieger zumeist unser Nick war. Torchancen waren Mangelware. Nur wenn sich der äußerst schnelle Lang auf links durchsetzte, brannte es in unserem Strafraum. Aber mit vereinten Kräften konnte man immer wieder Torchancen unterbinden.
Im Mittelfeld konnte man die Kreise vom Ex-Profi Ernesto einengen und ihm immer wieder die Kugel abnehmen. Im Sturm mühten sich zunächst Chrissi Neuner und später David Schaguhn nach Kräften. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Schnabelwaider nervöser. Die größte Chance des Spiels hatte dann Marius Stanit, der nach schöner Vorarbeit die Kugel aus fünf Meter nicht verwerten konnte. Kurz davor hatte Ismajli Glück, dass sein Abwehrversuch per Kopf um Zentimeter am eigenen Tor vorbeiging. Als Gashi den Ball an Ruppel vorbei ins Tor bugsierte, pfiff der gute Schiri ab und erkannte wegen einer Regelwidrigkeit auf Freistoß für uns.
Überraschendes 0:1 – Ausgleich per Elfmeter
In der zweiten Hälfte legte der Gastgeber los wie die Feuerwehr. Unsere Abwehr musste sich eines Angriffs nach dem anderen erwehren. Richtig gefährlich wurde es, wenn Lang über links in den Strafraum eindrang. Aber zunächst hielt unsere Defensive dem Druck stand. Und der Schiedsrichter fiel nicht auf die Schwalben eines früheren Bayernligaspielers herein. Bei einem Schuss von Sven Opielka rannten sich zwei Schnabelwaider Spieler gegenseitig über den Haufen. Ernesto musste daraufhin verletzt das Feld verlassen. Für ihn kam Spielertrainer Perparim Gashi in die Partie.
In der 60. Minute gab es nach Foul an Chrissi Neuner Freistoß. Die Gastgeber sahen zu, wie Riedel den Ball von links außen auf Schaguhn in den Sechzehner spielte. David konnte die Kugel relativ ungehindert ins lange Eck schießen. Eine überaus überraschende, aber nicht einmal unverdiente Führung. Der Favorit antwortete mit wütenden Angriffen. Erneut war es Lang, der über links in den Strafraum kam. Einem Zweikampf nutzte er, um zu Boden zu gehen. Der Schiedsrichter gab Elfmeter. Meines Erachtens eine harte Entscheidung. Enis Gashi verwandelt mit einem satten Schuss.
Keine Punkte, aber ein starker Auftritt
Wie so oft verloren unsere Jungs nach dem Gegentor den Faden. Perparim Gashi war wie einige Male zuvor über rechts nicht zu halten. Seine Hereingabe konnte der zuvor eingewechselte Schreiner-Schelhorn über die Linie bugsieren. Unsere Jungs probierten noch einmal alles. Der starke Felix Rabenstein hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch am Torwart Wölfel. Als man endgültig die Abwehr lockerte, fiel der dritte Treffer durch Lang.
Dieser Auftritt unserer Jungs lässt auf die ersten Punkte hoffen!
Tore: 0:1 Schaguhn (60. Minute), 1:1 E. Gashi (63./Foulelfmeter), 2:1 Schreiner-Schelhorn (69.), 3:1 Lang (90.).