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„Vorwärts Goldkronach“ und „SV Brandholz“: Wie die Spielvereinigung zu ihrem Namen kam

Vor 71 Jahren, am 17. März 1946, gründeten die Goldkronacher ihren Sportverein „Vorwärts“ wieder. Das war die Geburtsstunde der Spielvereinigung Goldkronach, wie wir sie heute kennen. Zu diesem Anlass blicken wir auch heuer wieder zurück auf ein kleines Stück Goldkronacher Sportgeschichte: Genauer auf den 7. Dezember 1949. Das Mannschaftsbild vom Spiel diesen Datums befindet sich in der Fotosammlung des Vereinsarchivs. Damals war es gerade ein Jahr her, dass das Team erstmals als „Spielvereinigung“ aufgelaufen war.

TSV Bindlach – SpVgg Goldkronach-Brandholz 0:4

Die Goldkronacher Elf, die am 7. Dezember 1949 mit 4:0 in Bindlach gewann. Hinten von links: H. Schott, Wagner, Fischer, Schröll, Heinrich, Flügel, Trautner, Murmann. Vorne von links: R. Schott, Kierzkowski, Sack.

Am 7. Dezember 1949 musste die SpVgg Goldkronach-Brandholz auswärts beim TSV Bindlach antreten. Bereits im Jahr nach der Wiedergründung, 1947, hatten sich die Gronicher für die Kreisliga, die damals den Namen A-Klasse trug, qualifiziert. Dort sollten sie fortan für 13 Jahre an den Start gehen, ehe sie am Ende der Saison 1959/1960 als Meister in die Zweite Amateurliga, damals immerhin die vierthöchste Spielstufe im Ligensystem der Bundesrepublik, aufstiegen. Und an diesem Dezembertag zeigte sich die SpVgg von ihrer besten Seite: Mit 4:0 feierte die Mannschaft aus der Goldbergbaustadt einen deutlichen Auswärtssieg. Die Aufnahme hängt auch in der Gaststube des Wirtshauses „Alexander von Humboldt“ in der Bernecker Straße über dem Stammtisch.

1949 – das erste Jahr der Meisterschale, die erste Saison als Spielvereinigung

1949 – das Jahr, in dem die Gründung der Bundsrepublik und der DDR die deutsche Teilung besiegelte und in dem der VfR Mannheim vor Borussia Dortmund den Meistertitel errang. Zum ersten Mal erhielt der Meister die berühmte Schale – sie war als Ersatz für die im Krieg verloren gegangene Trophäe „Victoria“ angefertigt worden, auf der der Schriftzug des Rekordmeisters 1. FC Nürnberg siebenmal eingraviert war. Den Namen „Spielvereinigung“ trugen die Goldkronacher zu diesem Zeitpunkt erst seit einem Jahr: Denn als sich am 17. März 1946 insgesamt 58 Sportbegeisterte versammelten, um mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung den ersten Goldkronacher Verein nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu gründen, nahmen sie die Tradition des Arbeiter-Turn- und Sportvereins Vorwärts Goldkronach wieder auf.

Der Schlachtruf „Vorwärts“ war nicht nur sportlich gemeint, er verwies auch auf die sozialdemokratische Prägung des Vereins, den die Nationalsozialisten deshalb aufgelöst hatten. Die Goldkronacher nannten ihren 1946 wiedergegründeten Gesang- und Sportverein natürlich ebenfalls „Vorwärts“. Als sie sich rund zwei Jahre später mit dem Sportverein Brandholz zusammenschlossen, wählten sie dann den Namen „Spielvereinigung Goldkronach-Brandholz“ und trugen der Aufnahme des SV Brandholz auf diese Weise auch im Vereinsnamen Rechnung. Nach einer erneuten Umbenennung blieb im Jahre 1951 jener Name, der uns heute so geläufig ist: Spielvereinigung Goldkronach.

Heute vor genau 71 Jahren, am 17. März 1946, versammelten sich 58 Sportbegeisterte und gründeten ihren Goldkronacher…

Posted by SpVgg Goldkronach on Freitag, 17. März 2017

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