SpVgg muss sich mit 1:1 begnügen

Remis am Karsamstag: Beim 1:1 der Gronicher in Lindenhardt verpasste die SpVgg zunächst, ihre Führung auszubauen und musste sich nach einer insgesamt wenig ansehnlichen Partie mit dem Punkt zufrieden geben.

SV Lindenhardt – SpVgg Goldkronach

Routiniers im Duell: Fuchs gegen Vogel im SVL-Strafraum.

Goldkronach kam auf holprigem Untergrund besser ins Spiel und verbuchte nach einer unübersichtlichen Situation im eigenen Strafraum (6. Minute) auch bald ein Chancenplus. Oberst traf jedoch erst einmal nur den rechten Pfosten, nachdem Katholing bereits aus spitzen Winkel an Torhüter Böhmer (8.) scheiterte. Genauer zielte dann Blechschmidt, der – im ersten Versuch noch geblockt – nach zwölf Minuten zur Goldkronacher Führung traf. Die Gäste hatten die Partie nun weitgehend im Griff, nach Vogels Ecke verschätzte sich Böhmer leicht und brachte nur eine Hand an den Ball, doch Mertins köpfte knapp drüber (21.).

Gronicher machen das zweite Tor nicht

Vier Minuten später fehlten Blechschmidt nur Zentimeter, als er nach Zinkes Freistoß alleine vor dem Lindenhardter Tor auftauchte. Das zweite Goldkronacher Tor schien nun nur noch eine Frage der Zeit, doch die Offensivaktionen gerieten zusehends uninspirierter – so fehlten Katholings Freistoß in der 35. Minute ebenso Präzision und Effet wie Opels Ecke nur eine Minute später. Noch rächte sich der leichtfertige Umgang mit den eigenen Standards nicht, zu unkoordiniert spielte der SVL nach vorne. Außer langen Bällen hatten die Gastgeber kaum Nennenswertes anzubieten. So ging es mit der 1:0-Führung in die Pause.

Der erste Aufreger ließ nach Wiederanpfiff nicht lange auf sich warten: Als Blechschmidt gegen Torwart Böhmer nachsetzte, traf er dessen Hand. Schiedsrichter Gilch, der insgesamt nicht den glücklichsten Eindruck hinterließ, ahndete dies mit einem gelben Karton für den Goldkronacher Stürmer. Die Dominanz der Gäste war indes dahin, Lindenhardt kämpfte sich zurück und kam dem Tor nach einer knappen Stunde auch gefährlich nahe. Auf der Gegenseite hatte Zinke den Ball schon am Torhüter vorbei gespitzelt, als die Abwehr der Einheimischen um den umsichtigen Fuchs noch klären konnte (61.). Eine Minute später landete Katholing den zweiten Gronicher Aluminiumtreffer. Die Lindenhardter antworteten mit einem Freistoßschlenzer von Sanchez, den Ruppel mit einer Hand über die Latte lenkte (63.).

SV Lindenhardt – SpVgg Goldkronach

Torwart Böhmer ist einen Augenblick vor Opel am Ball.

SVL kommt spät zum Ausgleich

Die besseren Abschlüsse verzeichnete zunächst noch die SpVgg, bei der Vogel überlegte Pässe in die Spitze zu spielen wusste. Nach einem solchen scheiterte Opel nur am angeschlagenen Torwart Böhmer, der auf der Linie eine gute Figur machte und seine Blau-Weißen im Spiel hielt (71.). Sanchez blieb auf der Gegenseite ein Unruheherd (76.). Die bittere Quittung für die vergebenen Gelegenheiten der ersten Hälfte folgte aber noch, als Lindenhardt in der 87. Minute zum Ausgleich traf – wobei der Treffer wohl durch ein Offensivfoul an Torwart Ruppel erst ermöglicht wurde. Blechschmidt monierte das bei Schiri Gilch und sah dafür genau die gelbe Karte, die Gilch zuvor bei zahlreichen Foulspielen hatte stecken lassen – es war Blechschmidts zweite. Platzverweis. Noch einmal hatten die mitgereisten SpVgg-Anhänger den Torschrei auf den Lippen, doch die Gäste trafen nur noch das Außennetz.

Der Schiedsrichter pfiff trotz lautstark angekündigter fünf Minuten Nachspielzeit recht zügig ab, doch hatten die Gäste genügend Gelegenheiten vergeben, die Partie selbst frühzeitig zu entscheiden, so dass der Unparteiische kaum zum Sündenbock taugt. Etwas konsequenter hätten zudem die Außenpositionen besetzt werden können; in der zweiten Hälfte fehlte den Goldkronachern überdies in einigen Situationen „der Zugriff“, sie ließen die Gastgeber ihre wenigen koordinierten Angriffe ohne frühzeitiges Stören einleiten. Unter dem Strich eine auch spielerisch mäßige Partie, in der die Konsequenz, aber auch das Glück fehlten. Die SpVgg bleibt mit dem Remis erst einmal noch beruhigend weit von der Gefahrenzone distanziert. Lindenhardt stieß beim 1:1 zwar Torwart Ruppel, auf die Saison gerechnet aber nicht den Bock um: Noch immer fehlen zehn Punkte zum Relegationsplatz.

Goldkronach: Ruppel – Weihrauch, Mertins, M. Rabenstein, S. Zinke – H. Rabenstein, Vogel, Katholing, Opel – Oberst, Blechschmidt; F. Neuner (eingewechselt 46. Minute), Stanit (eingewechselt 65. Minute).

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