Mit Einsatz und Leidenschaft: Gronicher schlagen den Tabellenführer!

  • von Manfred
  • 29. März 2016
  • 1. Mannschaft
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Strahlende Gesichter nach Spielschluss: Am Ostermontag rangen die Gronicher den Spitzenreiter der Kreisklasse mit 1:0 nieder. Das goldene Tor gegen den USC/Post-SV Bayreuth erzielte Sebastian Katholing per Freistoß. Ihre Führung verteidigte die SpVgg danach mit großer Einsatzfreude und Leidenschaft. Damit entschied die Sommerer-Elf das hochspannende Duell schließlich zu ihren Gunsten und bleibt auf eigenem Platz weiterhin ungeschlagen.

SpVgg Goldkronach – USC Post Bayreuth: Sebastian Katholing erzielt das 1:0.

Katholing nimmt Maß – einen Augenblick später jubelten die Gronicher!

Mit dem Wissen um den deutlichen Sieg beim Hinspiel trat die Mannschaft der Spielgemeinschaft äußerst selbstbewusst auf und übernahm sofort das Kommando auf dem Platz. Die Gastgeber zogen sich weit zurück und versuchten sich im Kontern, was zunächst ohne Erfolg war. Die Gäste hatten ihre erste Gelegenheit, als Burkhard einen zu kurzen Rückpass erlief. Er konnte in letzter Konsequenz noch abgedrängt werden. Wenig später gelangte ein Pass in die Schnittstelle der Goldkronacher Abwehr und ein Gästestürmer steuerte alleine auf das Goldkronacher Tor zu. Ruppel konnte jedoch klären. In der 28. Minute kam Martynow nach einer Flanke zu spät. Ansonsten waren Torchancen Mangelware, die Gastgeber hatten schlicht keine und die technisch visierten Gäste liefen sich immer wieder in der Goldkronacher Abwehr fest.

Katholing zielt genau

Die letztlich spielentscheidende Situation ereignete sich in der 34. Minute. Vogel wurde mittels Diagonalpass frei gespielt und steuerte alleine auf das Gästetor zu. Unmittelbar vor dem Strafraum wurde er von hinten gelegt. Der gute Schiedsrichter Beck verneinte eine Notbremse und zeigte nur Gelb. Den Freistoß hämmerte Katholing am schlecht stehenden Torwart in die Maschen. Bis zur Pause änderte sich am Spielgeschehen wenig, erwähnenswerte Chancen blieben aus.

Im Durchgang Zwei drängten die Gäste weiterhin vehement auf das Goldkronacher Tor. Aber erst in der 75. Minute hatte Burkhard die erste erwähnenswerte Gelegenheit. Mit seinem Kopfball an die Latte hatte Burkhard allerdings Pech. Goldkronachs Konter verliefen meist im Sande. In der 84. Minute wurde Blechschmidt im Strafraum hart bedrängt und letztlich am Schuss gehindert. Kurz vor Schluss gelang der Studentenmannschaft ein Steilpass in den Strafraum. Der Schuss eines Gästespielers konnte Mertins auf der Linie klären, ein nachsetzender Gästestürmer setzte die Kugel an den Pfosten.

SpVgg Goldkronach – USC Post Bayreuth

Leidenschaftlich verteidigten die Gronicher – so wie hier Lukas Weihrauch.

Starke kämpferische Leistung

Mit viel Glück konnte Goldkronach klären und brachte das Spiel schließlich über die Zeit. Die Gäste haderten massiv mit ihrem Schicksal und luden ihren Frust beim Schiedsrichter ab. Ein Spieler ließ sich nach Spielschluss und noch auf dem Spielfeld zu einer Beleidigung hinreißen und sah dafür die Rote Karte. Unter dem Strich ein sehr glücklicher Sieg der Gastgeber, der aber aufgrund der großen kämpferischen Leistung nicht gänzlich unverdient ist. Für die Spielgemeinschaft ein gewaltiger Rückschritt im Kampf um die Meisterschaft. Ein dezenter Hinweis an die Gäste: Sein Bier bringt man nicht mit, das trinkt man im Sportheim! Und noch ein dezenter Hinweis nach Nemmersdorf: Das sollte Euch was wert sein!

Goldkronach: Ruppel – Mertins, H. Rabenstein, Riedel, Weihrauch, Katholing, Vogel, Blechschmidt, Oberst, S. Zinke, F. Neuner; Opel (eingewechselt 27. Spielminute), C. Neuner, Stanit. Tor: 1:0 Katholing (35., Rechtsschuss). Gelbe Karten: Mertins, Oberst, H. Rabenstein, S. Zinke/Hemkendreis, Martynow, Schuberth, Flechsig, Lutz. Gelb-rote Karte: H. Rabenstein (90.)/–. Rote Karte: –/Schuberth (90.+2). Zuschauer: 83. Schiedsrichter: Beck (Neudrossenfeld), klare Ansprache, lag in den allermeisten Fällen richtig.

Alle Fotos vom Spiel gibt es unter facebook.com/gronicher (hier klicken).

Das Fußballportal anpfiff sprach nach dem Spiel mit Trainer Stefan Sommerer:

Es gibt so Konstellationen im Fußball, die sind nicht alltäglich. Eine der großen Überraschungen des Tages war eine solche. Während der ASV Nemmersdorf um Bastian und Jonas Sommerer den ASV Oberpreuschwitz besiegten, sorgten deren Vater Stefan und seine SpVgg Goldkronach mit einem Sieg über den USC / Post-SV Bayreuth dafür, dass die Nemmersdorfer nun im Meisterrennen beste Aussichten haben.

SpVgg Goldkronach: Stefan Sommerer

Stefan Sommerer stand nach dem Spiel anpfiff Rede und Antwort.

„Normal sollten die Nemmersdorfer ja jetzt fast durch sein“, freut sich Stefan Sommerer auch mit dem Nachbar- und gleichzeitig seinem Ex-Verein – vor allem aber natürlich für seine beiden Söhne und für sich selber und seine Mannschaft. Die sorgt als heimstarker Aufsteiger in der Kreisklasse 5 für Furore und hast sich durch den Überraschungscoup über die Studententruppe die halbe Miete zum Klassenerhalt erspielt. Bei nunmehr 30 Zählern müsste es schon mit dem Teufel zugehen, würde Goldkronach noch einmal in Abstiegssorgen geraten.

„Taktisch hervorragende Vorstellung“

„Es war eine taktisch hervorragende Vorstellung meiner Mannschaft“, so Sommerer über den Schlüssel zum 1:0-Erfolg über den noch immer an der Tabellenspitze stehenden Universitätssportclub. Der biss sich an Wind, Wetter und kompakter Goldkronacher Defensive die Zähne aus. Immer wieder versuchte die Lockl-Elf mit Windunterstützung über lange Bälle zum Erfolg zu kommen. Lediglich zweimal gelang es den Gäste vor dem Goldkronacher Treffer gefährlich aufzukommen. „Da waren wir nachlässig“, so Sommerer, der nach seiner abgelaufenen Rotsperre Lukas Weihrauch auf der linken defensiven Bahn auflaufen ließ. In der Schlussphase hatten die „Gronicher“ dann das notwendige Glück auf ihrer Seite. Die Gäste scheiterten an Latte und Pfosten, verpassten den Ausgleich. Ein Sonderlob verteilte Sommerer dabei an Schiri Volker Beck. „Auch wenn der USC das anders sehen wird. Aber ich fand, dass er das echt gut gemacht hat.“

Der Erfolg war dabei das Produkt akribischer Arbeit. Stefan Sommerer beobachtete den Gegner in der zweiten Hälfte gegen den SV Schreez. Die Schreezer wurden dabei eiskalt erwischt, wollten selber offensiv mitspielen. „Daraus habe ich meine Lehren gezogen“, so der Goldkronacher Erfolgscoach, der jüngst seine Vertragsverlängerung unter Dach und Fach brachte. „Hier wächst etwas heran“, so Sommerer. Auch im taktischen Bereich. Dort erweisen sich seine Youngster als enorm lernwillig. Gegen den USC ließ er mit einem defensiv orientierten 4-4-1-1 auflaufen. Das Erfolgsrezept. Der Tabellenführer fand kaum ein Mittel dagegen. Eine große Feier im Hause Sommerer blieb aber aus. Sohn Bastian rückte berufsbedingt schon am frühen Abend aus, Jonas begab sich auf die Piste und der Vater muss am morgigen Vormittag wieder in der Kaserne antreten. „Die Feier verschieben wir auf nächste Woche“, lacht der Vater.

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